E-Autos auf der Überholspur: Internationaler Bericht deutet Anfang vom Ende des Verbrenners an

Hand, die ein Ladekabel in ein Elektroauto steckt, mit Sonnenlicht im Hintergrund und dem Schriftzug „GOOD NEWS“ rechts im Bild.
Foto: CC0 / Unsplash / Zaptec

Das E-Auto lohnt sich immer mehr. Steigende Benzinpreise vergrößern die Spanne der Betriebskosten von Verbrenner und elektrischer Alternative.

Batteriebetriebene Elektroautos in der EU sind im vergangenen Jahr beim Fahren 33 Prozent günstiger gewesen als Benziner. Das geht aus einem Bericht des International Council on Clean Transportation (ICCT) hervor, der heute in Brüssel vorgestellt wird. Als Grund für den Spareffekt nennt der Bericht laut vorab veröffentlichten Details fallende Batteriekosten und hohe Treibstoffpreise

Verbrauchskosten für Verbrenner um bis zu 36 Prozent gestiegen

Die leitende Forscherin und Hauptautorin des ICCT-Berichts, Marie Rajon Bernard, geht nach eigenen Angaben davon aus, „dass die Verbreitung von batterieelektrischen Fahrzeugen in ganz Europa in den kommenden Jahren zunehmen wird, sofern die derzeitige Politik beibehalten wird.“

Die steigenden Ölpreise seit Ende Februar dieses Jahres haben die Verbrauchskosten für Verbrenner laut dem Bericht um 12 bis 36 Prozent in die Höhe getrieben und den Abstand noch vergrößert. 

Anschaffungskosten nähern sich an 

Zudem seien die Anschaffungskosten für batteriebetriebene Elektroautos in den drei größten Fahrzeugsegmenten im Jahr 2025 etwa gleich hoch gewesen wie bei Benzinern, wie eine Erhebung von Preisdaten von 100.000 Fahrzeugen auf dem größten europäischen Automobilmarkt Deutschland ergeben habe. Die Zahl der batteriebetriebenen Elektroautos habe sich hier von 2020 bis 2025 vervierfacht

Zugleich verändere die wachsende Nachfrage nach batteriebetriebenen E-Autos auch die Fahrzeugproduktion innerhalb der EU, hieß es weiter. Der Anteil von Verbrennern an der Gesamtproduktion fiel demnach im Zeitraum von 2020 bis 2025 von 91 auf 72 Prozent. Der Anteil von batteriebetriebenen E-Autos erreichte im selben Zeitraum 19 Prozent

Der Direktor von ICCT Europe, Peter Mock, ist überzeugt: „Dies ist ein entscheidender Moment für Automobilhersteller weltweit. Anstatt den Kurs umzukehren, müssen die europäischen Automobilhersteller ihre Investitionen in die Elektrifizierung fortsetzen und ausbauen.“ Der Marktwettbewerb werde sich verschärfen.

Utopia.de meint: Verbrenner sind ein Risiko

Zwar sind die Verbrauchskosten von Verbrennern und E-Autos von Preisschwankungen abhängig, dennoch zeichnet sich beim Verbrenner ein höheres Risiko ab. Die Preise für Benzin sind erst 2022 durch den Krieg in der Ukraine und dann 2026 durch den Krieg im Iran in die Höhe geschossen. Die Strompreise für Bestandskund:innen hingegen haben sich aufgrund von Festpreisverträgen kaum geändert.

Ein weiterer Punkt ist der jährlich steigende CO2-Preis, wodurch Benzin ebenso teurer wird. Während das Fahren mit Verbrennern im Preis steigt, können E-Autos ihr Preisniveau besser halten. Wer zudem eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, ist noch weniger von Preisschwankungen abhängig.

Wenn dann noch betrachtet wird, wie sich die Automobilproduktion innerhalb der EU verändert, ergibt sich ein klares Bild: Der Anfang vom Ende des Verbrenners deutet sich an.

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