Verpackungsabfälle zu trennen ist eigentlich kinderleicht. Doch es kommt nicht nur darauf an, was wo reingehört. Hier erfährst du, wie du denen die Arbeit erleichterst, die sich um das Recycling der Gelben Säcke kümmern.
Die meisten Menschen in Deutschland dürften ihre Verpackungsabfälle trennen. Von sich selbst sagen laut einer YouGov-Umfrage von 2025 zumindest rund 70 Prozent, dass sie das immer tun, 15 beziehungsweise 6 Prozent immerhin oft oder gelegentlich. Die Umfrage hat die Initiative „Mülltrennung wirkt“ in Auftrag gegeben.
Ist ja eigentlich auch ganz einfach, oder? Papier, Pappe und Karton kommen ins Altpapier, Einweg-Glasverpackungen je nach Farbe in den entsprechenden Glascontainer und alles andere – Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien – in die Gelbe Tonne. So weit, so gut.
Tipps für wirkungsvolle Mülltrennnung
Im Detail können Verbraucher:innen gerade das Recycling von Verpackungen im Gelben Sack aber erleichtern, indem sie ein paar Tipps beherzigen. Auf diese weist die Initiative „Mülltrennung wirkt“ hin:
Fehler 1: Verpackungen mit Restinhalt einwerfen
Ein Joghurtbecher, eine Shampooflasche oder eine Raviolidose sollten natürlich ohne Inhalt in der Gelben Tonne entsorgt werden. Verpackungen sollten „restentleert“ sein, also gut ausgelöffelt oder ausgekratzt. Ausspülen muss man sie aber nicht.
Fehler 2: Deckel dranlassen
Auch, wenn Deckel und Verpackung beide in die Gelbe Tonne gehören, sollte man sie vor dem Einwurf voneinander trennen. Denn oft bestehen sie aus unterschiedlichen Materialien und müssen weiter sortiert werden. Das gilt auch für andere Bestandteile wie Sichtfolien oder Kunststoffummantelungen.
Fehler 3: Becher stapeln
Es spart zwar Platz in der eigenen Tonne, mehrere Verpackungen ineinanderzuschieben. Doch in den Sortieranlagen erschweren gestapelte Becher die Arbeit. Platz lässt sich auch sparen, indem man Verpackungen flach drückt.
Fehler 4: Undurchsichtige Tüten nutzen
Bei durchsichtigen Tüten erkennen Müllleute direkt, wenn etwas falsch eingeworfen wurde, und können darauf hinweisen. Alternativ kann man Verpackungsabfälle auch lose in der Gelben Tonne entsorgen.
Abfalltrennung lohnt sich: Mythen zu Gelber Tonne sind haltlos
Laut der genannten YouGov-Umfrage glauben fast vierzig Prozent der deutschen Bevölkerung an Mythen, die der konsequenten Mülltrennung im Weg stehen könnten. Sie denken etwa, dass die Abfälle aus der Gelben Tonne ohnehin verbrannt (19 Prozent), ins Ausland gebracht und nicht recycelt (13 Prozent) oder mit anderem Müll gemischt würden (6 Prozent).
Diese Mythen seien aber falsch. Wird der Müll richtig getrennt, könne vieles zurück in den Recyclingkreislauf gehen. Kunststoffverpackungen würden bereits zu etwa 71 Prozent und Verpackungen aus Aluminium oder Metall sogar zu über 100 Prozent recycelt, so Berechnungen der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister für 2024. (Quoten über 100 Prozent entstehen, wenn die dualen Systeme mehr Verpackungen einer Verwertung zugeführt haben, als bei ihnen lizensiert waren.)
Für die YouGov-Umfrage im Auftrag von „Mülltrennung wirkt“ wurden zwischen dem 18. und 20. Februar 2025 insgesamt 2.060 Personen befragt. Die Ergebnisse sind den Angaben zufolge repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
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