Kühle killt Geschmack: Nach einer Woche im Kühlschrank verlieren Tomaten zwei Drittel ihres Aromas. Wie sie trotzdem wieder besser schmecken können, verrät ein einfacher Trick von Öko-Test.
„Tomaten verlieren im Kühlschrank an Aroma und sollten deshalb nicht dort gelagert werden.“ Diesen Tipp hört man immer wieder von Ernährungsexpert:innen und Verbraucherschützer:innen – und manche Erzeuger schreiben das inzwischen sogar auf ihre Packungen.
Schuld sind die flüchtigen aromatischen Verbindungen, die gemeinsam mit Zuckern und Säuren für das charakteristische Tomatenaroma sorgen, sich aber im Kühlschrank verringern, erklärt Öko-Test auf seiner Webseite.
Die Öko-Tester:innen machen allerdings eine Einschränkung: Der Verlust sei nicht sofort zu schmecken: Erst nach sieben Tagen Kühlung würden sich die Aromastoffe „signifikant“ reduzieren – und zwar um rund zwei Drittel. Das hätten chinesische und amerikanische Forschende herausgefunden.
Tomaten in den Kühlschrank? Wenn, dann rechtzeitg rausholen
Laut deren Erkenntnissen scheint dieser Prozess auch umkehrbar zu sein – jedenfalls teilweise. Nach einer Aufwärmphase von drei Tagen nach der Kühlzeit würden die Konzentrationen mancher aromatischen Verbindungen nämlich wieder zunehmen. „Denn wegen des flüchtigen Charakters ihrer Aromen müssen Tomaten diese Stoffe auch nach der Ernte ständig nachproduzieren», heißt es bei Öko-Test. Die aus dem Kühlschrank kommenden Tomaten erreichten allerdings nicht mehr das Geschmacksniveau von Früchten, die gar nicht gekühlt worden waren.
Aus diesen Erkenntnissen leiten die Öko-Tester auch einen Tipp ab: „Wenn Tomaten schon im Kühlschrank gelagert werden müssen, dann sollte man sie mindestens einen Tag vor dem Verzehr herausholen.“
Doch Vorsicht: Nicht nur das Aroma kann im Kühlschrank leiden. Die Verbraucherzentrale wart, dass auch Schimmelbildung droht. Die Tomaten sollten also auch aus diesem Grund nicht lange dort aufbewahrt werden. Im Zweifel lieber an einem schattigen und luftiger Platz lagern, zum Beispiel im Vorratsregal. Temperaturen von 12 bis 16 Grad sind dabei laut Vorbraucherzentrale ideal.
Verwendete Quellen: Öko-Test, Verbraucherzentrale
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