Saarland Beamte im Saarland bekommen ab 1. April mehr Geld
Nach der Tarifeinigung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst hat die Landesregierung angekündigt, dass auch Beamte im Saarland identisch von der Erhöhung ab dem 1. April profitieren sollen.
Die saarländische Landesregierung hat angekündigt, die Tarifeinigung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst "zeit- und inhaltsgleich auf die saarländischen Beamtinnen und Beamten sowie die Pensionäre und Versorgungsempfänger" zu übertragen.
Vor knapp einer Woche hatten Arbeitgeber und Gewerkschaften sich im Tarifstreit auf eine Gehaltserhöhung über 27 Monate Laufzeit geeinigt: Beamte mitgerechnet sollen bundesweit 2,2 Millionen Beschäftigte in drei Schritten 5,8 Prozent mehr Geld bekommen – zum ersten Mal zum 1. April um 2,8 Prozent, mindestens aber um 100 Euro pro Monat. Für den Januar 2028 sieht der Tarifvertrag die letzte Erhöhung vor.
Rehlinger: Mehrkosten seien "finanzielle Kraftanstrengung"
Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) betonte, auch im Saarland sollten die Beamten für ihre Arbeit wertgeschätzt werden. Gleichzeitig seien die erwarteten Mehrkosten "keine Selbstverständlichkeit, sondern eine große finanzielle Kraftanstrengung".
Das saarländische Finanzministerium beziffert die Kosten auf SR-Anfrage für die Erhöhung für Beamte und die Versorgungsempfänger über drei Jahre auf mehr als 200 Millionen Euro. Zum Vergleich: Für die anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst fallen im gleichen Zeitraum rund 90 Millionen Euro Mehrkosten an.
Der dbb beamtenbund und tarifunion sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund Rheinland-Pfalz-Saarland begrüßen den Schritt der Landesregierung. Der dbb-Landesvorsitzende Sascha Alles sagte: "Somit ist es uns wiederholt gelungen, in schwierigen Zeiten die finanzielle Verbesserung auf die verbeamteten Kolleginnen und Kollegen zu übertragen."
Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 20.02.2026 berichtet.
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Erstveröffentlichung: 20.02.2026 | 11:24 Uhr