Die Industrie- und Handelskammer (IHK) des Saarlandes in Saarbrücken

Saarland IHK Saar fordert mehr Industrieflächen für Neuansiedlungen

Stand: 18.02.2026 • 10:15 Uhr

Die Industrie- und Handelskammer Saar fordert von der Landesregierung grundlegende Nachbesserungen am Landesentwicklungsplan. Der Entwurf sehe deutlich zu wenige Industrie- und Gewerbeflächen vor, obwohl diese eine zentrale Voraussetzung für Investitionen und Neuansiedlungen seien.

Von Laszlo Mura

Im Saarland gibt es zu wenig Platz für Unternehmen, meint die Industrie- und Handelskammer (IHK). Das gelte für Neuansiedlungen und auch für Unternehmen, die ihr Gebiet erweitern wollten.

In diesem Zug kritisiert die IHK Saar nun den Landesentwicklungsplan.

Neuansiedlungen und Erweiterungen wichtig

Während in saarländischen Schlüsselbranchen wie der Automobilindustrie Tausende Arbeitsplätze verloren gingen, sei man umso dringender auf Neuansiedlungen und Unternehmenserweiterungen angewiesen.

"Nach unseren Berechnungen brauchen wir über 1000 Hektar Fläche, inklusive Reservefläche. Der Landesentwicklungsplan weist aktuell nur 573 Hektar an sogenannten Vorrangflächen auf", rechnet IHK-Hauptgeschäftsführer Frank Thomé vor.

IHK-Vorsitzender warnt vor Abwanderungen

Thomé befürchtet: "Wenn im Saarland nicht ausreichend Flächen vorhanden sind, werden Erweiterungen ausbleiben, Investitionen scheitern und wirtschaftliche Wertschöpfung abwandern." Deshalb appelliert der Vorsitzende der IHK Saar an die Landesregierung, den Landesentwicklungsplan anzupassen.

Bereits ausgewiesene Flächen sollten außerdem nicht für andere Nutzungen, zum Beispiel Supermärkte, umgewidmet werden. Für große Ansiedlungsprojekte seien zusammenhängende Flächen wichtig, um die innerbetriebliche Logistik sicherzustellen.

Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 17.02.2026 berichtet.

Mehr zu Investitionen

Erstveröffentlichung: 18.02.2026 | 10:15 Uhr

Pfeil hoch