Eine Person tippt auf einem Smartphone

Saarland Rehlinger spricht sich für Klarnamenpflicht im Internet aus

Stand: 19.02.2026 • 20:20 Uhr

Nach dem Vorstoß von Bundeskanzler Merz befürwortet auch Anke Rehlinger eine Klarnamenpflicht im Internet. Damit vertritt die Saar-Ministerpräsidentin eine andere Position als die Bundes-SPD. Die Saar-CDU pflichtet Rehlinger bei.

Von Jennifer Klein

Sollten Nutzer im Internet nicht mehr anonym bleiben dürfen? In der Debatte um die Klarnamenpflicht, die Friedrich Merz (CDU) am politischen Aschermittwoch aufgemacht hatte, haben die Saar-Fraktionen reagiert. Dabei pflichtete Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) dem Bundeskanzler bei.

Vor dem Hintergrund eines zunehmend vergifteten Diskussionsklimas online müsse das Recht auf anonyme Meinungsäußerung nicht zwingend geschützt werden – so Rehlinger auf dem politischen Aschermittwoch der Saar-SPD.

Rehlinger vertritt andere Position als SPD-Kollegen

Damit geht sie einen Schritt weiter als ihre Parteikollegen: Mehrere SPD-Politiker hatten sich in einem Positionspapier zwar für ein Social-Media-Verbot für Kinder, aber gegen eine Klarnamenpflicht ausgesprochen.

Die CDU-Fraktion im Landtag befürwortet ebenfalls eine Klarnamenpflicht. Der medienpolitische Sprecher Frank Wagner sagte auf SR-Anfrage, sie sei auch ein wichtiger Baustein, um Kinder online besser zu schützen.

AfD gegen Klarnamenpflicht

Die saarländische AfD-Fraktion lehnt eine Klarnamenpflicht dagegen ab. Fraktionssprecher Schaufert teilte auf SR-Anfrage mit: Sie sei ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Privatsphäre und gefährde die freie Meinungsäußerung.

Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 19.02.2026 berichtet.

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Erstveröffentlichung: 19.02.2026 | 20:20 Uhr

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