Saarland Saarländer spendeten 2025 deutlich weniger als im Vorjahr
Das Gesamtvolumen privater Spenden ist im Saarland und in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr um fast 20 Prozent auf knapp 275 Millionen Euro gesunken. Der Deutsche Spendenrat meint, bei vielen Menschen herrsche eine "spürbare Verunsicherung".
Die Deutschen haben sich 2025 weniger spendabel gezeigt als im Jahr zuvor. Hilfsorganisationen und karitative Einrichtungen sammelten insgesamt neun Prozent weniger Spenden, wie der Deutsche Spendenrat mitteilte.
Auch im Saarland und in Rheinland-Pfalz gingen weniger Spenden ein. Wurden 2024 noch 343 Millionen Euro an Spenden gesammelt, waren es 2025 nur noch 275 Millionen Euro – ein Rückgang um knapp 70 Millionen Euro.
Weniger Spender, aber höhere Einzelspenden
Auch die Anzahl der Spenderinnen und Spender im Saarland und Rheinland-Pfalz ist rückläufig und sank von 1,1 Millionen Spender auf ca. eine Million. Gestiegen ist hingegen in den beiden Bundesländern die Höhe der durchschnittlichen Einzelspenden – von 34 Euro auf 37 Euro.
Der Deutsche Spendenrat zog ein gemischtes Fazit: Zwar stiegen die nominalen Einkommen, gleichzeitig herrsche bei vielen Menschen eine "spürbare Verunsicherung". Ausgaben und somit auch Spenden würden genauer abgewogen.
Jedoch bleibe die Bereitschaft zu helfen bestehen, insbesondere im unmittelbaren Umfeld. 35 Prozent der Spenden flossen in Deutschland demnach in lokale Projekte. Für nationale und internationale Projekte sei hingegen weniger gespendet worden. Zuwächse zeigten sich vor allem bei sozialen Zwecken wie Armut, Obdachlosigkeit und Seniorenhilfe.
Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 19.02.2026 berichtet.
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Erstveröffentlichung: 19.02.2026 | 13:48 Uhr