Saarland SV Elversberg setzt sich in Dresden mit 2:1 durch
Die SV Elversberg ist wieder ganz im Rennen um den Aufstieg. Mit einem 2:1 gegen starke Dresdner rücken die Saarländer wieder auf den zweiten Tabellenplatz vor.
Beim Blick auf die Tabelle waren die Rollen vor diesem Spieltag eigentlich klar verteilt: die SV Elversberg Vierter, Dynamo Dresden auf Platz 17. Und doch tat sich die Elv schon in der 1. Halbzeit im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion unglaublich schwer.
Elversberg lief Rückstand hinterher
Zwar hatte Lukas Petkov gleich zu Spielbeginn die Möglichkeit, die SVE in Führung zu bringen. Doch es war Dresdens Alexander Rossipal, der das erste Tor besorgte (12.). Nach einem langsamen Aufbau ging der Ball von rechts flach in die Mitte und von dort weiter auf Außenverteidiger Rossipal, der von halblinks ins lange Eck einnetzte – unhaltbar für SVE-Keeper Nicolas Kristof.
Der nächste Treffer fiel zwar (25.), auch diesmal wieder für Dresden. Da Dynamo-Rechtsaußen Jason Ceka aber im Abseits stand, gab der Videoassistent das Tor nicht. Nichtsdestotrotz bestimmten die Hausherren das weitere Spiel und machten Elversberg das Leben schwer. Für die wäre kurz vor der Pause beinahe der Ausgleich möglich gewesen – aber eben nur beinahe. Gegen die tief stehenden Dresdner war kein Durchkommen, und einen Plan B gab es anscheinend nicht.
Ausgleich aus der Tiefe ...
Aus der Kabine kamen die Saarländer zunächst stark zurück. Das flaute zwar etwas ab. Entscheidend aber dann die 58. Minute, als Nicholas Mickelson überraschend per Chip für den Ausgleich sorgte. Maximilian Rohr schickte auf der linken Seite Mickelson auf die Reise in den Strafraum und zum Abschluss aus 15 Metern, knapp am rechten Pfosten vorbei rein ins Netz.
Dresden versuchte aber weiterhin mit Druck, das Heft in der Hand zu behalten, Elversberger Aktionen zu stoppen und wieder in Führung zu kommen. Dennoch gehörte die Partie den Saarländern. Allerdings fehlte es an wirklichen Highlights.
... und die Führung
Dann, wieder ohne große Vorwarnung, dreht Elversberg das Spiel: Lukas Petkov bringt die 2:1-Führung (78.). Dresden bekam die Kugel nicht aus der eigenen Hälfte, und das nutzte der Offensivspieler eiskalt aus. SGD-Keeper Tim Schreiber, der noch von einem abgewehrten Schuss am Boden lag, hatte keine Chance.
Innenverteidiger Maximilian Rohr blieb nach einem Zweikampf am Boden liegen, musste behandelt und schließlich auch ausgewechselt werden. Für ihn kam Florian Le Joncour. Nach einem von Kristof gehaltenen Freistoß wurde Dresdens Spiel kurz vor Schluss zunehmend giftiger, die Gastgeber versuchten es mit hohen und weiten Bällen ihrer Stürmer. Durchsetzen konnten sie sich jedoch nicht.
Felix Keidel ging nach einem Laufduell mit Krämpfen zu Boden und musste vom Feld. Für ihn kam Frederik Schmahl in die üppige, acht Minuten lange Nachspielphase.
Dresdner Eigentor nicht gewertet
Dresden machte immer wieder Druck – und Kristof bekam jede Menge zu tun, konnte aber alles mit einer Spitzenleistung parieren. Dann wäre Elversberg durch ein Eigentor der Dresdner durch Nils Fröling beinahe noch zum 3:1 gekommen (96.), was aber vom Videoassistenten für Abseits erklärt wurde.
Auch alle anderen Versuche der Gastgeber, wieder zum Ausgleich zu kommen, konnte die starke Elversberger Verteidigung stoppen. Es blieb beim 2:1-Sieg für Elsversberg.
Die SVE nimmt somit aus Dresden drei Punkte mit, hat damit 41 Zähler auf dem Zettel und ist zumindest vorübergehend wieder Tabellenzweiter. Nächstes Spiel ist am kommenden Samstag um 14.00 Uhr zuhause gegen Eintracht Braunschweig.
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Über dieses Thema hat auch die "sportarena" im SR Fernsehen am 14.02.2026 berichtet.
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Erstveröffentlichung: 14.02.2026 | 08:42 Uhr